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Verkehrsrowdys

Ich fahre auf eine Kreuzung zu in einem Auto das nicht meins ist. Es könnte ein Polo sein, Farbe stumpfes hellgrau und es sieht so aus als hätte jemand dieses Auto schnell mal selber lackiert. Irgendwie fehlt auch jegliche Verkleidung im Innenraum aber das ist nicht so wichtig. Ich habe eine grau-rote Jacke an. Das grau hat den selben Ton wie das Auto. Die Jacke ist nicht meine und eigentlich viel zu warm. Ich denke, es ist Frühling dem Tageslicht zu urteilen. Ich fahre auf diese Kreuzung zu. Ich kenne diese Kreuzung. Ich muß die Vorfahrt achten, weit entfernt kommt ein Auto. Ich fahre auf die Hauptstraße, das Auto welches noch weit weg war hat jetzt stark beschleunigt und kommt schnell näher und hupt wie verrückt. Typisch im deutschen Strassenverkehr. Ich sehe im Rückspiegel zwei Schwergewichter die gestikulierend und mit offenbar sehr aufgebracht hinter mir kleben. Ich fahre an der Tankstelle raus, mein eigentliches Ziel. Kurz nachdem ich angehalten habe und ausgestiegen bin, hat sich auch schon der Fahrer des Wagens vor mir aufgebaut. Er hat schätzungsweise ein Gewicht von 140kg, macht einen total aggressiven Eindruck und ist offenbar alkoholisiert. Er schreit mich an, ich hätte ihm die Vorfahrt genommen, er hätte wegen mir bremsen müssen. Der andere grinst mich aus dem Auto heraus böse an. Ich merke, das ist so eine Situation die jeden Moment eskalieren kann. Ich beschliesse einen Rückzieher und versuche den Mann mit einem genuschelten Entschuldigung zu beruhigen. Er dreht sich um und geht zu seinem Auto zurück. Ich will gerade meinen Tankdeckel öffnen, da lässt der Beifahrer die Scheibe herunter und lässt eine unsägliche Flut von übelsten Ausdrücken auf mich los. Dabei sagt er irgendetwas, was mich total verändert. Ich kenne mich nicht wieder. Ich kann mich nicht mehr beherrschen und die nachfolgende Szene sehe ich als Zuschauer. Ich bin nicht mehr der der tankt, sondern ich sehe zu wie der Mann am Tankstutzen etwas Beleidigendes erwiedert. Der Beifahrer macht die Tür auf und will aussteigen. Als gerade eben sein Kopf auf der richtigen Höhe ist, tritt der Mann mit voller Wucht gegen die Tür. Man hört ein hässliches Geräusch, wie von einer aufbrechenden Kokosnuss. Überhaupt höre ich nur noch Geräusche, keinen anderen Laut mehr. Vorher waren da noch Geräusche von der Strasse und von der Waschstrasse an der Tankstelle. Der Fahrer erstarrt in seiner Bewegung gänzlich einzusteigen, läuft rot an und kommt um das Auto herum. Jetzt hat der Mann am Tankstutzen einen Baseball-Schläger in der Hand. Ich erinnere mich jetzt, dass dieser Schläger vorhin noch in der Tür ohne Innenverkleiung im Blech eingeklemmt war. Er ist aus hellem Holz, ich sehe deutlich die Maserung. Und eine schwarz eingebrannte Schritt. Irgendwas mit Louisiana steht drauf. Er geht dem Fahrer entgegen und schlägt sofort zu. Alles wirkt so unausweichlich, alles geht so schnell, es wirkt groteskt einstudiert. Ich glaube er schlägt nur einmal zu.
Der Traum basiert z.T. tatsächlich Erlebten. Ich habe ihn schon mehrmals und mit unterschiedlichem Ausgang geträumt.
22.2.09 11:35
 


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